Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes

Die Reform zum Unterhaltsvorschussgesetz tritt zum 01 Juli 2017 in Kraft. Sie beinhaltet im Wesentlichen die folgenden Änderungen:

Bisher wird der Unterhaltsvorschuss für Kinder eines nicht zahlenden Elternteils nur bis zum zwölften Lebensjahr und höchstens sechs Jahre lang gezahlt. Die Reform regelt jetzt, dass der Unterhaltsvorschuss nun bis zum vollendeten 18. Lebensjahr gezahlt wird und dass die Begrenzung auf nur 6 Jahre wegfällt.

Das Ganze hat aber leider einen Haken für die Bezieher von Hartz-IV-Leistungen. Der Unterhaltsvorschuss wird mit den Hartz-IV-Leistungen verrechnet. Das bedeutet, dass der Anspruch für Kinder zwischen 12 und 18 Jahren nur dann besteht, wenn das Kind nicht auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen ist oder der alleinerziehende Elternteil bei Hartz-IV-Bezug ein eigenes Einkommen von mindestens 600 Euro brutto erzielt.